Geflügel spielen, während Wissenschaftler aus Hühnerkot Strom gewinnen

Geflügel spielen, während Wissenschaftler aus Hühnerkot Strom gewinnen

Video: Visite: Fleischallergie, Magen-OP, Biofilm, Schnappfinger | 05.11.2019 | Visite | NDR (March 2020).

Anonim

Forscher der University of Manchester haben mit der Arbeit an einem Projekt zur Stromerzeugung aus Hühnerkot begonnen.

Das Projekt - unterstützt von The Carbon Trust und Keld Energy - könnte dazu führen, dass Geflügelfarmen der Zukunft und ihre lokalen Gemeinschaften ausschließlich von Vogelkot angetrieben werden.

Wissenschaftler der Fakultät für Chemieingenieurwesen und Analytik (CEAS) arbeiten an der Entwicklung eines kleinen Kraftwerks zur Zerstörung von Geflügelabfällen bei gleichzeitiger Erzeugung von Elektrizität und Wärme, um wachsende Vögel warm zu halten.

Es wird davon ausgegangen, dass eine einzelne Anlage die gesamte Wärme und einen erheblichen Überschuss an Strom für den durchschnittlichen Geflügelzüchter bereitstellen kann sowie einen bio-sicheren und umweltverträglichen Entsorgungsweg für die Geflügelstreu bietet.

Diese kleinen Kraftwerke sind so ausgelegt, dass nur eine Einheit den gesamten Geflügelkot und die Einstreu aufnehmen kann und gleichzeitig die gesamte Wärme und einen erheblichen Überschuss an elektrischer Energie für den durchschnittlichen Geflügelhalter bereitstellt.

Diese Art von Anlage würde auch einen bio-sicheren und umweltschonenden Entsorgungsweg für einige der Tausenden Tonnen Geflügelkot bieten, die jedes Jahr von britischen Geflügelfarmen produziert werden.

Dr. Alastair Martin, der das Projekt leitet, sagte: "Wir gehen davon aus, dass überschüssiger Strom als‚ grüne Energie 'in das Stromnetz exportiert wird, wodurch die derzeitige Umweltbelastung in eine erhebliche Einnahmequelle umgewandelt wird. "

Dr. Martin und sein Team arbeiten daran, einen Wirbelschichtvergaser - ein Gerät zur Umwandlung von Biomasseabfällen in brennbares Gas - mit einer kleinen Gasturbine zu integrieren und die beste Strategie für das Management der erzeugten Energie zu untersuchen.

Nach Abschluss dieser Arbeiten sollte es möglich sein, das erzeugte Brenngas auf effiziente Weise einer Turbine zuzuführen, was in der Konzeption und Spezifikation des ersten maßstabsgetreuen Prototyps des geplanten Kleinkraftwerks gipfelt.

Das Forscherteam hat sich zum Ziel gesetzt, ein kleines System zu entwickeln, das 200 kW Strom erzeugen kann und dessen Wirkungsgrad im Vergleich zu den vorhandenen Technologien voraussichtlich um 30 bis 10 Prozent über dem Wirkungsgrad liegt.

Das Team beschreibt dies als "einen sehr wesentlichen Schritt nach vorne bei der Energieerzeugung in kleinem Maßstab aus Abfalltechnologie".

In Zukunft sollen andere land-, forst- und tischlereibezogene Abfälle als potenziell nachhaltige Brennstoffquellen eingesetzt werden.

Quelle: Universität von Manchester