Medienwerbung am besten für Drogenwarnungen

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Anonim

Eine Studie der Universität Bristol zeigt, dass die Berichterstattung in den Medien über Nebenwirkungen eines Arzneimittels weitaus wirksamer ist als die offiziellen behördlichen Ankündigungen.

Die Anzahl der von britischen Ärzten gemeldeten Nebenwirkungen des Antidepressivums Seroxat (Paroxetin) stieg nach Berichterstattung über die Arzneimittelwirkungen in drei BBC-Programmen für "Panorama" -Nachrichten um 61 Prozent, nach offiziellen behördlichen Bekanntmachungen jedoch nur um 5 Prozent.

Die Forscher stellten einen plötzlichen Anstieg der Meldungen fest, unmittelbar nachdem jedes der drei Programme im Oktober 2002, Mai 2003 und Oktober 2004 in Großbritannien ausgestrahlt worden war.

Fünf behördliche Bekanntmachungen im selben Zeitraum führten zu einem deutlich geringeren Anstieg der Meldungen von Nebenwirkungen um 5 Prozent.

Das erste Panorama-Programm folgte zwei Ankündigungen der US-amerikanischen Food and Drug Administration. Die erste Ankündigung im Januar 2002 warnte vor schweren Entzugssymptomen von Paroxetin und die zweite im Oktober 2002 vor Zusammenhängen zwischen Drogen- und Selbstmordverhalten.

Panorama, das 1953 erstmals ausgestrahlt wurde, ist das am längsten laufende öffentlich-rechtliche Fernsehprogramm der Welt. Das Programm erhielt 2003 einen Mental Health Media Award für seine ersten beiden Untersuchungen zur Sicherheit von Paroxetin.

Die Forschung erscheint in der neuesten Ausgabe des British Journal of Clinical Pharmacology.

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