Neues System verfolgt Feuerwehrleute, Spezialeinheiten

Neues System verfolgt Feuerwehrleute, Spezialeinheiten
Anonim

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Die alte Technik, mit Hilfe von Stecknadeln und Karten Truppenbewegungen zu verfolgen, wurde für Soldaten oder Feuerwehrleute in rauem Gelände grundlegend überarbeitet. Eine Gruppe von Ingenieurstudenten der Universität von Florida hat ein System entwickelt, um Truppen oder Feuerwehrmänner von Spezialeinheiten in abgelegenen Gebieten zu orten, zu verfolgen und mit ihnen zu kommunizieren, in denen keine Zellentürme oder andere Kommunikationsinfrastrukturen existieren.

Das System ermöglicht es Soldaten oder Feuerwehrleuten, ihren eigenen Aufenthaltsort und den ihrer Kameraden auf digitalen Karten zu lokalisieren, die auf tragbaren persönlichen digitalen Assistenten angezeigt werden. Es kann diese Informationen über Satellitentelefone übertragen und damit Kommandeuren oder Beobachtern mit Internetverbindung überall auf der Welt zur Verfügung stellen. Benutzer haben sogar die Möglichkeit, einen Panikknopf zu drücken oder Textnachrichten wie "Benötigen Sie mehr Wasser", "Ziehen Sie mich heraus" oder einfach "Hilfe" zu senden.

"Es ist live und in Echtzeit", sagte Rolando Estrella, Senior für Elektrotechnik und Computertechnik bei UF.

Estrella gehört zu den sieben Senioren im Bereich UF Engineering, die das Semester damit verbracht haben, das System im Rahmen des Integrated Product & Process Design-Programms des College of Engineering zu entwickeln. Ziel des 11-jährigen Programms ist es, Unternehmen, Kleinunternehmen und Regierungsbehörden bei technischen Problemen zu unterstützen und den Ingenieurstudenten praktische Erfahrungen bei der Arbeit an realen Projekten zu vermitteln.

Das Team wurde vom Verteidigungsunternehmen WinTec Arrowmaker Inc., Chang Industries, US Special Operations und dem US Forest Service gesponsert. Karl Gugel, Dozent für Elektro- und Computertechnik und Leiter der Fakultät, sagte, das Ziel des US Forest Service sei es, Möglichkeiten zur Aufrüstung seiner Ausrüstung aus dem Zweiten Weltkrieg zu erkunden, die für Kommunikationszwecke aus traditionellen Funkgeräten besteht.

"Sie würden nicht glauben, wie grob ihre Ausrüstung wirklich ist", sagte er. Das Team wollte ein kostengünstiges System entwickeln, das handelsübliche Geräte oder Teile verwendet, die in Bereichen funktionieren, in denen keine andere Kommunikationstechnologie verfügbar ist. Die Technologie musste außerdem einfach zu bedienen, robust und sicher sein.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Teammitglieder ein System mit mehreren verschiedenen Teilen erstellt. Jeder Feuerwehrmann trägt eine "FieldUnit", ein Gerät in Handygröße, das mit einem Global Positioning System ausgestattet ist. Das Gerät kommuniziert per Funksignal mit einem "SmartNode", einem Laptop in der Nähe, der mit Funksender und -empfänger ausgestattet ist. Der Laptop überträgt diese Informationen dann per Satellitentelefon oder auf andere Weise, falls verfügbar.

Im einfachsten Fall stellt das System den Beobachtern an anderer Stelle nur Standortinformationen für Feuerwehrleute oder Soldaten zur Verfügung. Benutzer können die PDAs jedoch zu ihren FieldUnits hinzufügen. Dies gibt ihnen die Möglichkeit, Nachrichten zu senden und ihren Standort auf Straßenkarten, Geländekarten oder Satellitenbildkarten anzuzeigen - was auch immer für das Gebiet verfügbar ist. Theoretisch könnten FieldUnits auch Sensoren wie Temperaturmessgeräte oder sogar Kameras hinzufügen.

Das Projekt war mit mehreren Herausforderungen verbunden. Der Chef unter ihnen stellte sicher, dass die Kommunikationsverbindungen reibungslos und beständig funktionierten. Zum Beispiel mussten die Schüler spezielle Software schreiben, um sicherzustellen, dass mehrere FieldUnits mit dem SmartNode kommunizieren konnten, ohne dass "Anrufe" abgebrochen wurden oder verloren gingen.

In einer Demonstration mit aufgezeichneten Daten verfolgte das System zwei Studenten, die sich auf der Reitz Student Union North Lawn von UF bewegten. Ihr Aufenthaltsort war auf einer Luftbildkarte auf einem Laptop ersichtlich. Die Schüler demonstrierten auch den Panikknopf und Instant Messaging live.

Es bleiben erhebliche technische Hürden - insbesondere die relativ kurze Reichweite des Systems. Die Funksignale sind schwach, was bedeutet, dass sich der SmartNode innerhalb eines Radius von ungefähr einer Meile von den FieldUnits befinden muss, noch weniger, wenn das Gelände bergig ist oder andere große Hindernisse enthält. Obwohl dieses Problem mit mehreren SmartNodes gelöst werden könnte, besteht eine andere Idee darin, die Knoten auf Borddrohnen zu platzieren, die den Bereich mit den Soldaten oder Feuerwehrleuten umkreisen könnten, um deren Kommunikation zu ermöglichen.

Die Studierenden gaben an, seit Semesterbeginn 20 bis 30 Stunden pro Woche an dem Projekt gearbeitet zu haben. Das Projekt unterschied sich von den Ingenieurstunden, weil die Arbeit so angewendet wurde, sagten sie.

"Manchmal war es schwierig, aber wenn das Endprodukt unsere Planung, unser Design und unsere harte Arbeit widerspiegelt, lohnt es sich", sagte Michael Kessler, Senior für Elektro- und Computertechnik.

Die anderen Studenten im "Florida Flamers" -Team waren William Goh, Zachery Jacobson, Julie Ramirez, Adnan Rashid und Andrew Sciullo.

Quelle: Universität von Florida