Granatapfel könnte Krebs bekämpfen

Granatapfel könnte Krebs bekämpfen

Video: Deutsche Pflanze zerstörte 98% der Krebszellen in nur 16 Stunden laut Studie (March 2020).

Anonim

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Forscher in Kalifornien berichten von neuen Erkenntnissen, die die mysteriösen positiven Wirkungen von Granatapfelsaft bei der Bekämpfung von Prostatakrebs erklären. In einer Studie, die für die 19. September-Ausgabe des ACS- Journals für Agrar- und Lebensmittelchemie, einer zweiwöchentlichen Veröffentlichung, geplant ist, haben Navindra Seeram und Kollegen festgestellt, dass das scharfe, trendige Getränk auch eine Such- und Zerstörungsstrategie verwendet, um auf die Prostata abzuzielen Krebszellen.

In früheren Untersuchungen stellte die Gruppe von Seeram fest, dass der Granatapfelsaftkonsum bei Prostatakrebspatienten mit steigenden prostataspezifischen Antigenspiegeln (PSA) einen positiven Effekt hat. Solche PSA-Anstiege signalisieren das Fortschreiten des Krebses und die „Verdoppelung der Zeit“, ein Schlüsselindikator für die Prognose. Männer, deren PSA-Spiegel sich in kurzer Zeit verdoppeln, sterben eher an Krebs. Granatapfelsaft hat die Verdopplungszeit fast vervierfacht.

In der neuen Studie entdeckten die Forscher in Laborexperimenten Hinweise darauf, dass Granatapfel auf eine Art und Weise „suchen und zerstören“. Beim Verzehr zerfallen Ellagitannine (ET), Antioxidantien im Granatapfelsaft, in Metaboliten, die als Urolithine bekannt sind. Die Forscher zeigten, dass sich die Urolithine nach oraler Gabe und Injektion an Mäuse mit Prostatakrebs in hohem Maße im Prostatagewebe konzentrieren. Sie zeigten auch, dass Urolithine das Wachstum von menschlichen Prostatakrebszellen in der Zellkultur hemmen.

"Das chemopräventive Potenzial von Granatapfel-Ellagitanninen und die Lokalisierung ihrer bioaktiven Metaboliten im Prostatagewebe von Mäusen legen nahe, dass Granatapfel eine Rolle bei der Behandlung und Chemoprävention von Prostatakrebs spielt", so die Forscher.

Quelle: ACS