Robuste Zeitschätzung versöhnt Ansichten über die Antike der Plazenta Säugetiere

Robuste Zeitschätzung versöhnt Ansichten über die Antike der Plazenta Säugetiere

Video: Évangéliste Samuel Robuste - Louange et adoration - 32e soirée 2018 Shekinah (April 2020).

Anonim

Trotz großer Fortschritte in den letzten zehn Jahren ist die Entwicklungsgeschichte der Plazenta-Säugetiere weiterhin umstritten. Während sich ein Konsens über die Topologie des Evolutionsbaums abzeichnet, bleiben die Abweichungszeiten ungewiss, auch wenn gelegentlich Meinungsverschiedenheiten bestehen.

Das Alter früherer Knoten und insbesondere der Wurzel bleibt besonders ungewiss, da keine definitiven Fossilien der Plazenta tiefer in die Kreidezeit gelangen. Sowohl paläontologische als auch morphologische Studien legen nahe, dass die Bestrahlung von Plazenta- und Superordnungen vor etwa 65 Millionen Jahren nahe der Grenze zwischen Kreide und Tertiär (K und T) erfolgte (mya). Im Gegensatz dazu deuten molekulare Studien auf deutlich ältere Ursprünge für viele überordinale Gruppen hin und darauf, dass sich einige vorhandene Ordnungen vor der K-T-Grenze diversifizierten.

Diese Diskrepanz ist jedoch möglicherweise nicht real, sondern tritt eher aufgrund des Verstoßes gegen implizite Annahmen in den Schätzungsverfahren auf, z. B. einer abrupten Beschleunigung der Evolutionsrate, die mit einer allmählichen Variation und einer großräumigen konvergenten Evolution auf molekularer Ebene verbunden ist.

Durch ihr neues robustes Verfahren identifizierten Dr. Kitazoe und seine Mitarbeiter eine starke und kurzfristige Beschleunigung des mitochondrialen Genoms entlang der Linie, die zu Laurasiatheria führt. Die revidierte Zeit an der Wurzel plazentarer Säugetiere war viel jünger als die vorhergehenden Berichte, und zwar vor 84 Millionen Jahren statt vor etwa 122 Millionen Jahren.

Infolgedessen stimmt die geschätzte Verteilung der molekularen Divergenzzeiten weitgehend mit der quantitativen Analyse des nordamerikanischen Fossilienbestands und traditionellen morphologischen Ansichten überein. Sie betonen die Notwendigkeit, die impliziten Annahmen der Modelle der molekularen Evolution zu hinterfragen und Verfahren zu entwickeln, die sich nur wenig auf diese Annahmen stützen.

Zitat: Kitazoe Y, Kishino H., Waddell P. J., Nakajima N., Okabayashi T. et al. (2007) Robust Time Estimation Reconciles Views of the Antiquity of Placental Mammals. PLoS ONE 2 (4): e384. doi: 10.1371 / journal.pone.0000384

Quelle: Öffentliche Wissenschaftsbibliothek