SINFONI eröffnet mit optimistischen Akkorden

SINFONI eröffnet mit optimistischen Akkorden
Anonim

Das Very Large Telescope von ESO begrüßt den ersten Spektrographen mit adaptiver Optik auf einem 8-m-Teleskop: SINFONI. Während der erfolgreichen Inbetriebnahme des Adaptive Optics-Moduls wurden außergewöhnliche Bilder des Hauptgürtel-Asteroiden Kalliope und seines Mondes aufgenommen. Nach dem "First Light" -Spektrum führte das SINFONI-Instrument Testbeobachtungen an einer Auswahl aufregender astronomischer Ziele durch, darunter beispiellose hochwinklige Auflösungsspektren und Sternbilder rund um das massive Schwarze Loch im Galaktischen Zentrum.

Das European Southern Observatory, das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (Garching, Deutschland) und die Nederlandse Onderzoekschool Voor Astronomie (Leiden, Niederlande) und mit ihnen alle europäischen Astronomen feiern den erfolgreichen Abschluss von "First Light" für Die Adaptive Optik (AO) unterstützte das Instrument SINFONI ("Spektrograph für die integrale Feldbeobachtung im nahen Infrarot"), das gerade am Very Large Telescope der ESO am Paranal Observatory (Chile) installiert wurde.

Dies ist die erste Anlage dieser Art, die auf einem 8-m-Teleskop installiert wurde und jetzt außergewöhnliche Beobachtungsmöglichkeiten für die Bildgebung und spektroskopische Untersuchung sehr komplexer Himmelsregionen, z. B. Sterngärten und Schwarzlochumgebungen, auch in fernen Galaxien, bietet.

Nach dem reibungslosen Zusammenbau der beiden Teile von SINFONI, dem Adaptive Optics Module, das den SPIFFI-Spektrographen speist, am 8, 2 m langen VLT Yepun-Teleskop, wurde am frühen Abend des 9. Juli 2004 mit SINFONI das "First Light" -Spektrum eines hellen Sterns aufgenommen.

Die folgenden dreizehn Nächte dienten dazu, die Leistung des neuen Instruments zu bewerten und seine Fähigkeiten durch Testbeobachtungen an einer Auswahl aufregender astronomischer Ziele zu erkunden. Dazu gehörte die Region Galactic Center, die bereits mit dem NACO AO-Instrument auf demselben Teleskop abgebildet wurde. Beispiellose Spektren und Bilder mit hoher Winkelauflösung wurden von Sternen in unmittelbarer Nähe des massiven zentralen Schwarzen Lochs erhalten. In der Nacht vom 15. auf den 16. Juli hat SINFONI eine Fackel aus diesem Schwarzen Loch detailgetreu aufgenommen.

Andere interessante Objekte, die während dieser Zeit beobachtet wurden, sind Galaxien mit aktiven Kernen (z. B. die Circinus-Galaxie und NGC 7469), ein sich verschmelzendes Galaxiensystem (NGC 6240) und ein junges sternbildendes Galaxienpaar bei Rotverschiebung 2 (BX 404/405).

Diese ersten Ergebnisse wurden vom Team der Astronomen und Ingenieure [2] aus dem Konsortium deutscher und niederländischer Institute und der ESO, die seit fast sieben Jahren an der Entwicklung von SINFONI arbeiten, mit Begeisterung aufgenommen.

Zu den Arbeiten an SINFONI bei Paranal gehörte die erfolgreiche Inbetriebnahme des von der ESO gebauten Adaptive Optics Module im Juni 2004, bei der außergewöhnliche Testbilder des Hauptgürtel-Asteroiden (22) Kalliope und seines Mondes aufgenommen wurden. Darüber hinaus wurde die Fähigkeit demonstriert, die atmosphärischen Turbulenzen mit Hilfe von selbst sehr schwachen "Leitobjekten" (Magnitude 17.5) zu korrigieren, die für die Beobachtung astronomischer Objekte in vielen Teilen des Himmels von entscheidender Bedeutung sind.

Das SPIFFI - Spektrometer für Infrarot-Ohnmachtsbildgebung - wurde am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) in Garching in Zusammenarbeit mit der Nederlandse Onderzoekschool Voor Astronomie (NOVA) in Leiden und der Netherlands Foundation for Research in Astronomy entwickelt (ASTRON) und ESO.

Quelle: ESO
Weiterführender Link: www.eso.org/outreach/press-rel… r-2004 / pr-21-04.html