Soziale Verbindungen halten die Arbeitnehmer an Bord

Soziale Verbindungen halten die Arbeitnehmer an Bord

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Anonim

von der Monash University

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Entgegen der landläufigen Meinung deuten neue Forschungsergebnisse darauf hin, dass sich einige Mitarbeiter gut an Belastungen anpassen, die durch Veränderungen am Arbeitsplatz verursacht werden.

Lohnkürzungen, Arbeitszeitverkürzungen, geringere Schulungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sind nur einige der Maßnahmen, die Organisationen zur Bekämpfung des wirtschaftlichen Abschwungs und des Wettbewerbs in der Industrie ergreifen. Wo frühere Untersuchungen gezeigt haben, dass Kürzungen zu einer demotivierten und unglücklichen Belegschaft führen, ist dies nach Ansicht von Experten der Monash University und der University of Iowa möglicherweise nicht unbedingt der Fall.

Eine neue Studie, die im Journal of Occupational and Organizational Psychology veröffentlicht wurde, zeigt, dass einige Mitarbeiter positiv auf Veränderungen am Arbeitsplatz reagieren können - aber nur, wenn sie gut vernetzt sind und gut zur Organisation passen

Dr. Kohyar Kiazad von der Monash University und Professor Scott Seibert und Professor Maria Kraimer von der University of Iowa nutzten eine Online-Umfrage, um die Antworten von Arbeitnehmern auf „psychologische Vertragsverletzungen“ zu ermitteln - ein Begriff, mit dem Experten beschreiben, was Mitarbeiter erleben, wenn sie glauben, dass ihr Arbeitgeber dies tut brach seine Versprechen. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass der Rücktritt von der Arbeit, eine verminderte Produktivität und das allgemeine Unwohlsein am Arbeitsplatz typische Reaktionen der Mitarbeiter auf psychische Vertragsverletzungen sind.

Die neuen Erkenntnisse, die über einen Zeitraum von 6 Monaten rund 100 Personen zu zwei Zeitpunkten befragten, legen nahe, dass einige Mitarbeiter positiv auf einen negativen Arbeitsplatz reagieren. Beispiele hierfür waren die Implementierung neuer Arbeitsmethoden oder -techniken, das Trainieren von Teammitgliedern zu neuen Fähigkeiten zur Verbesserung der Effizienz oder das Festlegen neuer Ziele.

Der leitende Forscher Dr. Kiazad vom Department of Management der Monash University sagte, die Studie zeigt, dass Mitarbeiter am Arbeitsplatz aktiv sind und nicht nur passive Empfänger von Umweltbelastungen und -anforderungen.

"Mitarbeiter reagieren nicht immer destruktiv auf gebrochene Versprechen ihres Arbeitgebers, insbesondere wenn sie gut vernetzt sind, zur Organisation passen und wenig zu verlieren haben, wenn sie gehen", sagte er.

Die Ergebnisse legen nahe, dass Organisationen ihre Anwerbungs- und Auswahlprozesse überprüfen sollten. Die Bereitstellung realistischer Informationen über die Werte einer Organisation ist eine Möglichkeit, um sicherzustellen, dass die Werte eines Arbeitgebers mit ihrem Arbeitsplatz vereinbar sind.

Dr. Kiazad sagte, dass die Ergebnisse nicht bedeuten, dass Unternehmen ihre Versprechen brechen sollten, um eine bessere Leistung der Mitarbeiter auszulösen.

"Angesichts des volatilen Geschäftsumfelds wird es für Unternehmen immer schwieriger, ihren Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern nachzukommen. Durch die Implementierung von Personalpraktiken, die die soziale Konnektivität der Mitarbeiter verbessern und sich an den Arbeitsplatz anpassen, können Unternehmen den Mitarbeitern die Möglichkeit geben, bei Verstößen konstruktiv zu reagieren auftreten.

"Das könnte regelmäßige gesellschaftliche Veranstaltungen, Mentoring-Programme oder die Verwendung von Vorbildern als Mittel zur Verbesserung der sozialen Konnektivität der Mitarbeiter am Arbeitsplatz bedeuten", sagte er.