Tasmanischer Teufel des Abwassers

Tasmanischer Teufel des Abwassers

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Anonim

Von Michelle M. Meighan, National Science Foundation

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In den Monaten vor dem Sommer hörte ich häufig die Frage: "Tasmanien? Sie werden Ihren Sommer in Afrika verbringen?" Ein anderer populärer Kommentar war "Sie stellen fest, dass es Winter dort unten ist, nicht wahr?" Ja, ich war mir völlig bewusst, dass ich meinen Sommer (der 115-Grad-Fahrenheit-Ofen, der ein Phoenix-Sommer ist) wegen eines etwas kälteren Klimas "aufgab", aber nein, ich wollte nicht nach Afrika.

Tasmanien oder "Tassie" ist eine herzförmige Insel südlich des australischen Festlandes. Durch ein Stipendium der National Science Foundation (NSF) konnte ich in Tasmanien studieren. NSF finanzierte in Zusammenarbeit mit der Australian Academy of Science 20 amerikanische Studenten, die nach Australien reisten, um unsere Forschung hier in den USA über das EAPSI-Programm (East Asia and Pacific Summer Institutes) zu erleichtern.

Ich habe mit Michael Breadmore im australischen Zentrum für Trennungsforschung (ACROSS) an der Universität von Tasmanien gearbeitet. Meine Forschung kombinierte meine Dissertationsarbeit zu elektrophoretischen Gegenstromtrennungen (bei denen Substanzen auf der Grundlage ihres Flusses durch ein elektromagnetisches Feld analysiert werden) mit einem laufenden elektrokinetischen Aufladungsprojekt in Breadmores Labor.

Die elektrokinetische Aufladung ist, obwohl sie wie ein Merkmal eines Comic-Helden klingt, lediglich eine Methode zur Verwendung eines elektrischen Feldes zur Konzentration von Substanzen für die Analyse.

Während meine Arbeit an der Arizona State University es mir ermöglicht, Proteine ​​mit einem eigens entwickelten Gerät zu untersuchen, nutzte meine Arbeit mit Breadmore leistungsfähigere kommerzielle Instrumente, um nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs) in Abwässern zu untersuchen.

Wir haben uns für NSAIDs entschieden - die Fachbezeichnung für eine Klasse üblicher rezeptfreier Schmerzmittel -, da sie nur schwer aus dem Abwasser entfernt werden können und daher in die Umwelt gelangen. In unseren Gewässern können NSAIDs schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit von Wasser- und Landorganismen haben.

In Breadmores Labor hatte kürzlich ein Doktorand seine Dissertation über die elektrokinetische Aufladungstechnik abgeschlossen. Er war eine enorme Hilfe für meine Forschung und für die Bewältigung experimenteller Schwierigkeiten.

Die Forschungsergebnisse unterstützen die Entwicklung einer Technik zur Verbesserung von Trennungsanalysen, insbesondere einer Methode, bei der der Druck erhöht wird, wenn interessierende Chemikalien in das Elektrophoresesystem injiziert werden.

Meine Arbeit konzentrierte sich auf experimentelle Parameter - wie die verschiedenen Elektrolyte und ihre Konzentrationen sowie die Dauer und Größe des angelegten Potentials -, um verschiedene NSAIDs effektiv abzutrennen und zu konzentrieren.

Obwohl ich erfolgreich war, ging es bei meiner Erfahrung nicht nur um Forschung, sondern ich erfüllte auch "widerwillig" NSFs Wunsch nach kultureller Erfahrung.

Australien ist ein erstaunliches Land. Ich hatte das Glück, an der "Fragestunde" im Repräsentantenhaus in der Hauptstadt Canberra teilzunehmen, wo ich ein Verständnis für die australische Politik bekam. Ich besuchte auch ein Wildreservat, in dem ich etwas über den Gesichtstumor erfuhr, der die Bevölkerung der tasmanischen Teufel schnell tötet.

Dank des Fernsehens hatte ich geglaubt, dass tasmanische Teufel braun sind, was falsch ist - sie sind schwarz! Während sie sich nicht im Kreis drehen, machen sie beim Füttern ein höllisches Geräusch.

Natürlich wäre meine kulturelle Erfahrung nicht vollständig gewesen, hätte ich auch keinen Fleischkuchen bei einem Australian Rules "Footie" -Spiel genossen.

Die Teilnahme am EAPSI-Programm war eine bemerkenswerte Erfahrung. Ich konnte mit einer erstaunlichen Gruppe verschiedener Kollegen zusammenarbeiten und eine neuartige Technik erforschen, während ich gleichzeitig in die australische Kultur eintauchte. Die Gelegenheit, mit Breadmore im ACROSS-Programm zusammenzuarbeiten, ermöglichte es mir, eine neue Forschungsmethode zu erlernen und durch verschiedene Interaktionen mit Forschern der chemischen Fakultät der Universität ein tieferes Verständnis für elektrophoretische Trennungen zu erlangen.

Darüber hinaus konnte ich durch eine Präsentation meiner Dissertationsarbeit nützliche Diskussionen mit meinen australischen Kollegen führen, die mir eine neue Perspektive auf meine Forschung, Anwendungen und Methoden eröffneten. Die Erfahrung war für meine persönliche und berufliche Entwicklung von unschätzbarem Wert … auch wenn es nicht in Afrika war.